1885
Alban (Maria Johannes) Berg wird am 9. Februar in Wien geboren. Die Eltern sind der Buch- und Devotionalienhändlers Conrad Berg (1846–1900) und Johanna Berg (geb. Braun, 1851–1926). Alban hat drei Geschwister: Hermann (1872–1921), Carl (Charly/Charley, 1881–1952) und Smaragda (1886–1954).

1895
Eintritt in die Oberrealschule in der Schottenbastei, Wien I (Innere Stadt).

um 1900
Erste Kompositionsversuche (Klaviermusik, Lieder).

1900
Tod des Vaters.
Hermann Watznauer (1875–1939) wird Bergs väterlicher Freund und Mentor.

1901–1908
Komposition von mehr als 80 Liedern („Jugendlieder”, Sieben frühe Lieder)

1904
Berg legt nach schulischen Problemen und einem missglückten Antrittsversuch beim zweiten Anlauf die Matura ab und arbeitet anschließend als Rechnungspraktikant in der Niederösterreichischen Statthalterei.
Beginn des Unterrichts bei Arnold Schönberg (1874–1951), zunächst in der Schule von Eugenie Schwarzwald, anschließend private Unterweisung in „Kontrapunkt” und Musiktheorie bei Schönberg an der Akademie für Musik und darstellende Kunst in Wien. Freundschaft mit Anton Webern (1883–1945).

1905
Besuch einer Aufführung von Frank Wedekinds Drama „Die Büchse der Pandora” in Wien.

1906
Anstellungsdekret der Niederösterreichischen Statthalterei; nach einer Erbschaft kann Berg auf die Ausübung eines Brotberufs verzichten und sich ganz der Musik widmen.
Bekanntschaft mit Helene Nahowski (1885–1976).

1907
Beginn des eigentlichen Kompositionsunterricht bei Schönberg.
In einem Konzert der Schönberg-Schüler erste (halb-)öffentliche Aufführung von Bergs Fuge mit zwei Themen für Streichquintett mit Klavierbegleitung sowie drei Liedern.

1908
Aufführung der 12 Variationen und Finale über ein eigenes Thema für Klavier in C-Dur in einem Konzert der Schönberg-Schüler im Großen Musikvereinssaal.

1908–1910
Komposition der Vier Lieder op. 2 nach Friedrich Hebbel und Alfred Mombert

1909
Komposition der Sonate für Klavier op. 1.

1909/10
Komposition des Streichquartetts op. 3.

1910
Berg lässt die Sonate für Klavier op. 1 und die Vier Lieder op. 2  auf eigene Kosten in Berlin drucken und entwirft dafür eine eigene kalligraphische Versalschrift.

1911
Uraufführung der Sonate für Klavier op. 1 und des Streichquartetts op. 3.
Heirat mit Helene Nahowski, Bezug der Wohnung in der Trauttmansdorffgasse 27 in Wien XIII (Hietzing).
Weggang von Schönberg nach Berlin; Beginn von Bergs Lehrtätigkeit als Schönbergs Vertretung an der Akademie für Musik und darstellende Kunst in Wien.
Beginn einer umfangreichen musikeditorischen und publizistischen Tätigkeit für Schönberg, aus der u. a. der Band Arnold Schönberg (München 1912) hervorgeht.

1912
Komposition der Fünf Orchesterlieder nach Ansichtskartentexten von Peter Altenberg op. 4.

1913
Führer zu Schönbergs Gurre-Liedern.
Uraufführung von zwei der Fünf Orchesterlieder nach Ansichtskartentexten von Peter Altenberg op. 4 gemeinsam mit Werken von Zemlinsky, Schönberg, Webern und Mahler („Skandalkonzert”).
Komposition der Vier Stücke für Klarinette und Klavier op. 5

1913–15
Komposition der Drei Stücke für Orchester [op. 6].

1914
Besuch einer Aufführung von Georg Büchners Dramenfragment Wozzeck [Woyzeck].

1915
Einberufung zum Kriegsdienst, ab 1916 Kanzleidienst im Wiener Kriegsministerium.

1918
Thematische Analyse von Schönbergs Kammersymphonie op. 9.
Berg wird Vorstandsmitglied, Organisator, Programmgestalter und „Vortragsmeister” in Schönbergs Verein für musikalische Privataufführungen.

1919
Kurze thematische Analyse von Schönbergs Pelleas und Melisande (die Langfassung bleibt damals ungedruckt).

1920
Die musikalische Impotenz der „Neuen Ästhetik” Hans Pfitzners erscheint in den Musikblättern des Anbruch, bei denen Berg kurzzeitig auch redaktionell mitarbeitet.
Arbeit an einer (nicht fertiggestellten) Schönberg-Monographie.
Druck des Streichquartetts op. 3 und der Drei Stücke für Klarinette und Klavier op. 5 auf eigene Kosten

1921–1922
Fertigstellung von Wozzeck [op. 7], dessen Klavierauszug im Selbstverlag erscheint.

1923
Uraufführung von zwei der Drei Orchesterstücke [op. 6] bei der Österreichischen Musikwoche in Berlin.
Aufführung des Streichquartetts op. 3 beim 1. Kammermusikfest der Internationalen Gesellschaft für Neue Musik (IGNM) in Salzburg.
Verlagsvertrag mit der Universal-Edition.

1924
Uraufführung der Drei Bruchstücke aus Wozzeck beim 54. Tonkünstlerfest des Allgemeinen Deutschen Musikvereins in Frankfurt am Main.
Kunstpreis der Stadt Wien.

1925
Fertigstellung des Kammerkonzerts für Klavier und Geige mit Begleitung von dreizehn Bläsern (ab nun verzichtet Berg auf Opuszahlen bei neuen Werken), Widmung an Arnold Schönberg durch einen offenen Brief in der Zeitschrift Pult und Taktstock.
Uraufführung von Wozzeck [op. 7] in Berlin.
Berg schreibt mit seiner zweiten Vertonung von „Schließe mir die Augen beide” (Storm) seine erste Komposition auf Basis einer Zwölftonreihe.

1926
Fertigstellung der Lyrischen Suite für Streichquartett (Uraufführung 1927 in Wien).

1927/28
Beginn der Arbeit an der Oper Lulu (1931 Fertigstellung des 1. Akts [ohne Prolog], 1933 Fertigstellung des 2. Akts, 1934 Abschluss aller drei Akte im Particell).

1929
Komposition der Konzertarie Der Wein nach Gedichten von Charles Baudelaire in der Nachdichtung von Stefan George als Auftragswerk der Sopranistin Ružena Herlinger.

1930
Außerordentliches Mitglied der Berliner Akademie der Künste (auf Empfehlung Schönbergs).

1932
Erwerb des Waldhauses in Auen bei Velden (Kärnten).

1934
Uraufführung der Symphonien Stücke aus der Oper Lulu in Berlin.
Ankauf des Autographes von Wozzeck durch die Library of Congress (Washington D. C.) durch Vermittlung Schönbergs..

1935
Komposition des Violinkonzerts als Auftragswerk des Geigers Louis Krasner (1903–1995).
Tod Alban Bergs am 24. Dezember in Wien.